DaZ - Deutsch als Zweitsprache

Die vier an unserer Schule eingerichteten Sprachkurse werden z.B. in der Leseecke, im Raum der Fam.Schü. im Eingangsbereich oder in Klassenräumen unterrichtet.

Die Schülerinnen und Schüler sind mit Begeisterung beim Sprachenlernen dabei.

Mit Musik und Liedern erlernen die Kinder spielerisch den Wortschatz und behalten Satzgefüge ganz leicht.

Im Sitzkreis lernen die Kinder grammatische Strukturen kennen. Korrektes Vor- und Nachsprechen fördert das Sprachgefühl.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten zu ihren Schulbüchern drei weitrere Arbeitshefte speziell für den Erwerb der deutschen Sprache. Daneben haben wir zu allen Themenbereichen geeignete Kopiervorlagen für den Unterricht "Deutsch als Zweitsprache".

Der Einsatz von Laptop, PC und iPad ist ein zentraler Baustein im Sprachkurs. Dabei haben wir mehrere Lernprogramme speziell für den Erwerb der deutschen Sprache.

10 stündiger Intensivkurs des 1. und 2. Schuljahres

10 stündiger Intensivkurs 3. und 4. Schuljahr

Die Grundschule Birkenfeld wird von Kindern aus unterschiedlichen Ländern besucht. In unseren 17 Schulklassen sind Schülerinnen und Schüler mit rund 20 verschiedenen Muttersprachen. 

Für Kinder, die die deutsche Sprache nicht oder nur wenig beherrschen, bieten wir Sprachkurse an. In Intensivkursen (10 Stunden pro Woche) und Aufbaukursen (4 Stunden pro Woche) erlernen die Kinder die deutsche Sprache. Grundlage des Unterrichts ist der Rahmenplan DaZ (Deutsch als Zweitsprache). 

In verschiedenen Handlungfeldern erlernen die Kinder Wortschatz, Grammatik, Redemittel, Schriftsprache und Ausdrucksweise.

Herr Kaub, der auch über das Pädagogische Landesinstitut als Fachberater fungiert, leitet die Maßnahmen als Fachkonferenzleiter DaZ an unserer Schule. 

Im Schuljahr 2018/19 können wir zwei 10stündige und zwei 4stündige Kurse anbieten. Sie werden von geschultem Personal angeboten.

- 10stündiger Kurs Frau Hartmann: Kinder mit wenigen und gar keinen Kenntnissen der deutschen Sprache der 1. und 2. Klasse besuchen den Sprachkurs von Frau Hartmann. Hier lernen sie die wichtigsten Redewendungen und das Alphabet, lernen lesen.

- 10stündiger Kurs Frau Welker: Kinder des 3./4. Schuljahres ohne Deutschkenntnisse lernen die Sprache bei Frau Welker. Sie bieten den Kindern vielfältige Sprechanlässe, motiviert die Kinder zum Mitmachen. Sie vermittelt Einblicke in Redemittel und erste Sprachstrukturen.

- 4stündiger Kurs Herr Kaub: Kinder, die sich im 1./2. Schuljahr bereits sprachlich artikulieren können, besuchen den Kurs von Herrn Kaub. Hier erweitern sie ihren Wortschatz und bahnen erste Regeln in Rechtschreiben und Grammatik an.

- 4stündiger Kurs bei Frau Hüther: Kinder des 3./4. Schuljahres werden bei Frau Hüther an die Lernvoraussetzungen der Klassen 3 und 4 herangeführt. 

 

Inklusionskonzept

Herzlich Willkommen an der Grundschule Birkenfeld!!!

Die Anzahl der Kinder mit Deutsch als Zweitsprache ist an unserer Schule in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Die  Kinder werden bei ihrer Ankunft ihrem Alter entsprechend in die Klassenstufen 1 bis 4 eingeteilt. Unsere Aufgabe ist es, die Kinder so zu fördern, dass sie nach möglichst kurzer Zeit aktiv am Klassenunterricht teilnehmen können. Dabei ist es möglich, die Notengebung zunächst einmal auszusetzen.

Neben der Vermittlung von Deutschkenntnissen steht für uns die Integration in die bestehende Klassengemeinschaft im Vordergrund. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass sich die Kinder in vielfältiger Weise einbringen können.

 

 

Differenzierung

Innere Differenzierung

Die Förderung im Klassenverband erfolgt durch die Klassenlehrerin bzw.  den Klassenlehrer. Dafür stehen den Kolleginnen und Kollegen zahlreiche Arbeitsmaterialien zur Verfügung. Unterstützt werden sie dabei durch die Fachlehrer und Fachlehrerinnen „Deutsch als Zweitsprache“. In jedem Klassenraum steht außerdem mindestens ein PC oder Laptop mit spezieller Software zur Verfügung, der den Kindern ein unabhängiges, selbstgesteuertes Lernen ermöglicht. 

Die wichtigsten Inhalte sind das Erlernen der Schriftsprache, dem Lerngegenstand angemessene Aufgabenstellungen und Leistungsnachweise (Verbalbeurteilung statt Ziffernnote).

Äußere Differenzierung

Die Förderung außerhalb des Klassenverbandes findet in Kleingruppen statt. Hier werden die Schülerinnen und Schüler klassenübergreifend entsprechend ihrer Kompetenz im Fach „Deutsch“ eingeteilt. Für diese Intensivmaßnahmen haben wir zahlreiche Arbeitsmaterialien angeschafft.

Im Zentrum der Arbeit stehen Wortschatzarbeit und Redemittel, Hörverstehen, Aussprache, Morphologie und Syntax.

Die Koordination für den Bereich „Deutsch als Zweitsprache“ erfolgt durch Herrn Kaub. Herr Kaub ist seit vielen Jahren Moderator „Deutsch als Zweitsprache“ und berät in dieser Funktion auch andere Schulen in Rheinland-Pfalz.

Für die äußere Differenzierung wurden uns in diesem Schuljahr von der ADD 28 Lehrerwochenstunden zur Verfügung gestellt.

Es gibt zwei verschiedene „Kursmodelle“:

- 10-stündiger Eingliederungskurs: Ab dem Schuljahr 2016/17 können wir erstmals zwei Kurse mit 10 Stunden in der Woche anbieten. Diese Kurse sind speziell für solche Kinder, die noch über keinerlei oder wenige Deutschkenntnisse verfügen. Hier werden die Grundlagen für das Erlernen der deutschen Sprache gelegt.

- 4-stündiger Aufbaukurs: Die beiden 4-stündigen Aufbaukurse besuchen all jene Kinder, die im 10- stündigen Kurs die Grundlagen unserer Sprache erlernt haben. Aber auch in diesem Kurs geht es weiterhin um Wortschatzerweiterung und Aussprache. Außerdem geht es um die Anbahnung erster grammatikalischer Strukturen.

Wie wir die Lehrerwochenstunden verteilen und welche Kursmodelle wir in welchem Halbjahr anbieten, hängt von der Schülerzahl sowie der Lernausgangslage der einzelnen Kinder ab.

 

Kooperation

Kooperation innerhalb der Schule

Nur wenn wir den Bildungsweg des Kindes gemeinsam planen und begleiten, können wir die Schülerinnen und Schüler unterstützen. Dazu gehört zunächst eine intensive Kooperation der Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer mit den Kolleginnen und Kollegen, die die Kinder außerhalb des Klassenverbandes fördern. Aber auch die Kolleginnen und Kollegen, die Förderunterricht erteilen, müssen sich untereinander abstimmen, um individuelle Förderpläne zu erstellen.

Außerschulische Kooperation

In Kooperation mit der Kreisverwaltung organisieren wir für Kinder, die weniger als ein Jahr in Deutschland sind, einen Feriensprachkurs, an dem auch Kinder aus der Grundschule Hoppstädten-Weiersbach teilnehmen. Wichtig ist auch die Kooperation mit den Eltern. An einem Elternabend im Schuljahr werden diese über die Konzeption und die Inhalte des Förderunterrichts  informiert. Außerdem erhalten die Eltern Tipps, wie sie ihre Kinder zuhause unterstützen können.

 

Arbeiten am gemeinsamen Gegenstand

Bei der inneren Differenzierung im Klassenverband ist es uns wichtig, dass auch die Kinder,      die noch große Probleme mit der deutschen Sprache haben, mit der Klassengemeinschaft am gleichen Thema arbeiten. Aufgabe der Lehrerin/des Lehrers ist es dabei, die Inhalte so aufzubereiten, dass auch Kinder mit Deutsch als Zweitsprache aktiv am Unterricht teilnehmen können.

 

Diagnostik und individuelle Förderplanung

Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache, die neu an unsere Schule kommen, werden von den Klassenlehrerinnen und -lehrern an Herrn Kaub, der DaZ leitet,  gemeldet. Entsprechend ihrem Kenntnisstand werden sie dann einem unserer Kurse zugeteilt. Welche Förderung die Kinder in der Klasse erhalten, entscheidet die Klassenleitung. Der individuelle Förderplan wird von der Leitung des Förderkurses erstellt.

 

Nutzung neuer Medien

Der Einsatz neuer Medien ist vor allem im Fach „Deutsch als Zweitsprache“ von großem Nutzen. Sie geben den Kindern die Möglichkeit, selbstgesteuert nach ihrem individuellen Förderplan zu arbeiten. In allen Klassen steht dazu mindestens ein PC oder Laptop bereit. Ab dem nächsten Schuljahr erhalten alle Kinder der Grundschule Birkenfeld einen eigenen Kopfhörer. Dies erleichtert die Wortschatzarbeit und die Förderung des Hörverstehens. In unserem schuleigenen Netzwerk ist eine Vielzahl an spezieller Software für Kinder, die die deutsche Sprache lernen wollen, eingestellt (z.B. Kikus Digital).

Auch in unseren Förderräumen für  „Deutsch als Zweitsprache“ stehen den Schülerinnen und Schülern mehrere PC`s mit entsprechender Software zur Verfügung.

 

Ansprechpartner

Ansprechpartner für „Deutsch als Zweitsprache“ an unserer Schule ist Herr Kaub, der gleichzeitig auch Berater für Sprachförderung am Pädagogischen Landesinstitut ist. Herr Kaub organisiert den Förderunterricht und steht den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern sowie den Eltern beratend zur Seite.

Natürlich können sich Eltern auch an die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer sowie an die Schulleitung wenden.