Grundschule Birkenfeld -Schwerpunktschule

Seit vielen Jahren werden an der Grundschule Birkenfeld Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf gemeinsam unterrichtet.

Dafür stehen uns in Frau Dalkner-Schuch als Pädagogische Fachkraft sowie Frau Hees und Herr Schmidt als Förderschullehrerinnen und Förderschullehrer zur Verfügung. Sie unterstützen die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer bei der Förderung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Das heißt, dass in diesen Klassen dann häufig zwei Lehrerinnen oder Lehrer unterrichten.

Kinder mit sonderpädagoigschem Förderbedarf erhalten einen Förderplan, der passgenau auf das jeweilige Kind zugeschnitten ist.

Förderpläne werden mit den Eltern besprochen. 

Bei Fragen zur Schwerpunktschule können Sie jederzeit einen Termin mit den Fachkräften Frau Dalkner-Schuch, Frau Hees und Herr Schmidt sowie natürlich auch mit Frau Schmitt (Rektorin) oder Herrn Gebel (Konrektor) vereinbaren.

Inklusionskonzept zur Förderung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf

 

Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs

 

Schulordnung für die öffentlichen Grundschulen § 15: Sonderpädagogische Förderung

„Für Schülerinnen und Schüler, die mit individueller Förderung in der Grundschule nicht ausreichend gefördert werden können, kann das Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs eingeleitet werden. Das Nähere regelt die für die öffentlichen Förderschulen geltende Schulordnung.“ 

Das Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs kann durch die zuständige Grundschule bzw. die zuständige Förderschule eingeleitet werden. Die Antragstellung muss bis Ende Januar für die Festsetzung zum kommenden Schuljahr erfolgen.

Die gemeldeten Kinder werden dann von der zuständigen Förderschule zeitnah überprüft und es wird ein sonderpädogisches Gutachten erstellt. Die Schulbehörde stellt anschließend den sonderpädagogischen Förderbedarf fest.

 

Um sich ein Bild von inklusivem Unterricht machen zu können und zur Erläuterung unseres Inklusionskonzeptes, können Sie jederzeit einen Beratungs- oder Hospitationstermin vereinbaren.

 

Schulgesetz § 59: Wahl der Schullaufbahn

 

„ Schülerinnen und Schüler, die nach Feststellung der Schulbehörde sonderpädagogischen Förderbedarf haben, nehmen am inklusiven Unterricht teil oder besuchen eine Förderschule. Die Entscheidung treffen die Eltern nach Beratung durch die Schulen mit inklusivem Unterricht oder die Förderschulen; hierzu gehören auch die Förder- und Beratungszentren. Entsprechend der Entscheidung der Eltern legt die Schulbehörde nach deren Anhörung unter Berücksichtigung der Belange der Schulträger und der Träger der Schülerbeförderung die zu besuchende Schule mit inklusivem Unterricht beziehungsweise die zu besuchende Förderschule fest. Das Nähere regelt das fachlich zuständige Ministerium durch Rechtsverordnung.“

 

Die Grundschule Birkenfeld als Schwerpunktschule bietet allen Kindern die Chance, gemeinsam am Unterricht teilzunehmen. So werden Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf in einer Klassengemeinschaft unterrichtet. Im Sinne der Inklusion, die in den Menschenrechten sowie im Schulgesetz verankert ist, sollen alle Kinder entsprechend ihren individuellen Fähigkeiten gefördert und gefordert werden. 

 

Differenzierung

Die Grundlage für die Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs stellt das oben beschriebene sonderpädagogische Gutachten dar. Der Unterricht für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf orientiert sich am Lehrplan der Schule mit dem jeweiligen Förderschwerpunkt (z.B. dem der Schule mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“) und dem individuellen Leistungsstand des Kindes und wird im Sinne des Arbeitens am gemeinsamen Gegenstand auf die Rahmenpläne der Grundschule abgestimmt. Häufig können Kinder mit festgestelltem sonderpädagogischem Förderbedarf in einzelnen Fächern am regulären Grundschulunterricht teilnehmen. In Absprache mit den Eltern und auf deren Wunsch orientiert sich dann der Lerninhalt sowie die Leistungsmessung und -beurteilung am Rahmenplan der Grundschule.

Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf lernen sowohl im Klassenverband als auch in Intensivmaßnahmen, in Einzelförderung oder in Kleingruppen. Auch der Ganztagsunterricht findet für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in der Kleingruppe statt. Neben dem Erledigen der Hausaufgaben steht die individuelle Förderung bestimmter Bereiche im Vordergrund (z.B. Sprachförderung, Leseförderung, Förderung mathematischer Kompetenzen). An dieser Förderung nehmen auch Kinder ohne sonderpädagogischen Förderbedarf teil, die ihre Kompetenzen in den jeweiligen Bereichen vertiefen und erweitern möchten.

 

Innere Differenzierung

Bezüglich der inneren Differenzierung wird auf folgende Aspekte Wert gelegt:

Quantitative Differenzierung:

In diesem Bereich steht vor allem die Differenzierung nach Umfang des Unterrichtsstoffs, nach zeitlichem Umfang und nach persönlichem Lern- und Arbeitstempo im Vordergrund.

Werden im Deutschunterricht beispielsweise Lernwörter geübt, so erhalten Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf eine geringere Anzahl an Lernwörtern und mehr Zeit, um individuell passende Übungen zu bearbeiten.

Qualitative Differenzierung:

In diesem Bereich geht es um die Differenzierung nach Methoden, Medien, Sozialformen und dem Schwierigkeitsgrad der Aufgaben. So wird häufig das Helfersystem eingesetzt, von dem sowohl Kinder mit als auch ohne sonderpädagogischen Förderbedarf profitieren, da die Möglichkeit besteht, miteinander und voneinander zu lernen. Medien und Schwierigkeitsgrad der Aufgaben werden den individuellen Fähigkeiten jedes Kindes angepasst.

Geht es zum Beispiel darum, einem Sachtext Informationen zu entnehmen, besteht die Möglichkeit, den Text von einem „Helfer“ vorlesen zu lassen. Alternativ bekommen die Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf  einen einfacheren Text zum Thema.

Intensivmaßnahmen in äußerer Differenzierung

Die Grundschule Birkenfeld ist räumlich sehr gut ausgestattet, weil an viele Klassenräume ein Nebenraum angegliedert ist. Hier können die Kinder bestimmte Themengebiete in der Kleingruppe oder auch mal ganz intensiv alleine mit der Förderlehrerin/ dem Förderlehrer erarbeiten oder vertiefen. Einerseits besteht ein enger Kontakt zur Klasse, andererseits kann in der Kleingruppe konzentriert gearbeitet werden.

 

Kooperation

Kooperation innerhalb der Schule

Um den unterschiedlichen Bedürfnissen und Lernausgangslagen gerecht zu werden, arbeiten Förderschullehrkräfte vor allem mit den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern aber auch den Fachlehrerinnen und Fachlehrern eng zusammen. Gemeinsam werden individuelle Förderpläne erstellt, in Teambesprechungen ausgewertet und weitere Fördermaßnahmen besprochen, die häufig in Form von Tagesplänen umgesetzt werden.

Außerschulische Kooperation

Im außerschulischen Bereich erfolgt vor allem eine intensive Beratung und Begleitung der Eltern, um gemeinsam die bestmögliche Förderung für das Kind zu gewährleisten. Hierzu gehört aber auch die vertrauensvolle Kooperation mit Ergotherapeuten, Logopäden, Psychologen und anderen Therapeuten, die an der Förderung des Kindess beteiligt sind.

 

Arbeiten am gemeinsamen Gegenstand

Die Arbeit am gemeinsamen Gegenstand auch für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf hat an unserer Schule einen hohen Stellenwert. In Teilbereichen ist der Unterrichtsgegenstand identisch mit den Unterrichtsinhalten der Grundschule. Teilweise wird aber auch am gleichen Gegenstand in differenzierter und individualisierter Form gearbeitet. So werden beispielsweise die Grundrechenarten in verschiedenen Zahlenräumen vermittelt oder Themengebiete im Sachunterricht (z.B. Getreide) entsprechend dem Lernstand aufbereitet. Wenn es notwendig erscheint, werden auch andere Unterrichtsinhalte vermittelt (z.B. lebenspraktische Aspekte wie das Einkaufen und damit einhergehend der Umgang mit Geld) oder bereits erarbeitete Inhalte vertieft. An Schwerpunktschulen haben Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf die Möglichkeit, in einzelnen Fächern Noten zu erhalten. Darüber wird für jedes Kind im Einvernehmen mit dem Kind und den Eltern individuell entschieden.

 

Diagnostik und individuelle Förderplanung

Für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf wird ein individueller Förderplan erstellt und in bestimmten Zeiträumen ausgewertet und aktualisiert. Grundlage hierfür sind die vorangegangene Diagnostik des sonderpädagogischen Gutachtens sowie weitere Diagnoseverfahren und die Schülerbeobachtung. Wichtig ist dabei der Austausch zwischen allen an der Förderung beteiligten Lehrerinnen und Lehrer sowie den Eltern.

 

Nutzung neuer Medien

Auch den neuen Medien kommt bei der individuellen Förderung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf ein hoher Stellenwert zu. Zum einen können die Kinder entsprechend ihrer Lernausgangslage bestimmte Inhalte üben und vertiefen. Zum anderen erlernen sie so auch den Umgang mit neuen Medien. Hierbei werden verschiedene Programme wie beispielsweise die „Lernwerkstatt 9.0“ eingesetzt. Am PC Unterricht nehmen die Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf nach dem schuleigenen Arbeitsplan der Grundschule teil. Hier werden wichtige Basisqualifikationen vermittelt, die individuell im Medienkompass dokumentiert werden.

 

Zuständigkeiten und Ansprechpartner

Ansprechpartner sind die Förderschullehrerinnen und Pädagogischen Fachkräfte, aber auch die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer sowie die Schulleitung. Gerne bieten wir die Möglichkeit der Hospitation und Beratung im Bereich der sonderpädagogischen Förderung an.