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Schülerpartizipation


Die Grundschule Birkenfeld möchte für ihre ca 400 Schülerinnen uns Schüler nicht nur Lern- sondern auc h Lebensort sein. 
Daher erachten wir es als unabdingbar, sie an wesentlichen Entscheidungsprozessen über das eigene Lernen, das Zusammenleben in den Klassen und in unserer gesamten Schulgemeinschaft zu beteiligen.
Denn wer beteiligt ist, ist eher bereit, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Aus diesem Grund hat sich unsere Schule auf den Weg gemacht für unsere Schülerinnen und Schüler Partizipationsmöglichkeiten entwickelt, die ihnen erlauben, an Entscheidungen mitzuwirken und sie beim Erwerb demokratischer und sozialer Kompetenzen unterstützen.

 

1. Freiheit der Wahl von Neigungsgruppen und Arbeitsgemeinschaften

Dank einer guten Lehrerversorgung sind wir in der Lage, unseren Dritt- und Viertklässlern jeweils freitags von 12.00 – 12.50 Uhr ein attraktives Angebot an Arbeitsgemeinschaften machen zu können.

Die Schwerpunkte dieser Angebote liegen im sprachlichen Bereich ( AG Englisch, AG Spanisch, AG Französisch ), im sportlichen Bereich ( AG Akrobatik, AG Tischtennis, AG Fußball, AG Tanzen/ Aerobic ) und im musisch-kreativen Bereich ( AG Kochen, AG Töpfern, AG Trommeln, AG Werken, AG Filzen, AG Bilder gestalten am Computer).

Die Kinder können sich aus diesem vielfältigen Angebot eine Arbeitsgemeinschaft ihrer Wahl aussuchen, sind dann aber verpflichtet, für die Dauer von einem halben Jahr daran teilzunehmen.

Wahlfreiheit besteht auch bei der Auswahl von Neigungsgruppen im Ganztagsschulbereich. Auch unsere Ganztagskinder dürfen sich an drei Wochentagen für eine AG ihrer Wahl entscheiden. Auch hier gilt die Wahl für ein halbes Jahr, auch hier reicht das Angebot von sportlichen ( AG Schach, AG Handball, AG Fußball, AG Sportliche Spiele) bis hin zu kreativ-künstlerischen Schwerpunktsetzungen ( AG Filzen, AG Töpfern, AG Gestalten im Jahresverlauf, AG Phantasiereisen).

 

2. Schülervertretung (SV) an der GS Birkenfeld

Die Schülervertretung der GS Birkenfeld setzt sich aus allen Klassensprechern/ innen und deren Vertretern/ innen der Klassen 2-4 zusammen.

Sie treffen sich in regelmäßigen Abständen, um Vorschläge, die aus den Klassen kommen, zu besprechen und auftretende Schwierigkeiten gemeinsam zu lösen mit dem Ziel, das Schulleben an unserer Schule nachhaltig zu verbessern.

So traf sich die SV im letzten Schuljahr mehrmals, um an der Gestaltung des Schulvertrags mitzuwirken. Dieser soll eine Leitlinie für ein friedliches und respektvolles Miteinander aller an unserer Schule beteiligten Personen darstellen.

In einem ersten Treffen wurde den Kindern die Idee eines solchen Vertrages vorgestellt und die Gruppe diskutierte unter Leitung der verantwortlichen Lehrkraft, Frau Jung; über Vor- und Nachteile. Schnell konnte man sich darauf einigen, dass es wünschenswert sei, wenn sich alle Kinder der Schule an die gleichen Regeln halten könnten. Gleichzeitig wurde aber auch die Frage nach möglichen Sanktionsmaßnahmen für die Kinder gestellt, die sich trotzdem nicht an den gemeinsamen Regelkatalog halten können. Doch auch diesbezüglich entwickelten die Schülervertreter rasch kreative Lösungsvorschläge: Wenn es gleiche Regeln für alle geben soll, müssen auch die gleichen Konsequenzen getragen werden.
Im Anschluss daran sollten die Schülervertreter dann das geplante Vorhaben in ihren jeweiligen Klassen vor- und zur Diskussion stellen.
So sammelte jede Klasse im Verlaufe einer Woche ihre Wünsche und Vorstellungen zu dem Vertrag und hielt diese in schriftlicher Form fest.
In einer weiteren Sitzung der Schülervertretung wurden dann die gemachten Vorschläge besprochen, gewichtet und geordnet. Gemeinsam wurde beratschlagt, welche Dinge tatsächlich essentiell sind und Aufnahme in den Vertrag finden bzw. welche Vorschläge zunächst einmal noch zurückgestellt werden sollten.
Interessant war dabei zu beobachten, wie auch die jüngeren Kinder im Verlauf der mehrmaligen Treffen zunehmend an Selbstvertrauen gewannen und mehr und mehr in der Lage waren, ihre eigenen Meinungen und Ansichten auch gegen Größere durchzusetzen.

Der nächste Schritt wird nun sein, den vorbereiteten Schulvertrag mit den anderen Entscheidungsgremien der Schule ( Schulleitung, Lehrerkollegium, Schulelternbeirat) abzustimmen, um einen Kompromiss zu finden,  dem alle Gruppen zustimmen können. Nicht nur die Kinder sehen diesem Prozess mit Spannung entgegen.